Der kleine Prinz – Inhaltsangabe Kapitel für Kapitel

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Der kleine Prinz erschien erstmals im Jahre 1943 in New York. In der Metropole hielt sich Antoine de Saint-Exupéry seit 1940 im Exil auf. In Europa tobte der 2. Weltkrieg, wo Exupéry bis zur Auflösung seiner Staffel als Aufklärungspilot für die französische Luftwaffe flog. Sein Heimatland Frankreich wurde von den Deutschen besetzt. In Amerika verfasste er mehrere Werke, darunter auch »Der kleine Prinz«, der zu den meistgelesenen Büchern im 20. Jahrhundert gehört. Über 140 Millionen Leser hat das Buch bisher gefunden. Es wurde in über 180 Sprachen und Dialekte übersetzt. Die Geschichte des sympatischen blonden kleinen Mannes, der mit unablässiger Fragerei dem wahren Sinn der Dinge auf der Spur ist, hat die Form eines Kunst-Märchens, das sich in 27. Kapitel gliedert. Vorangestellt ist der Erzählung eine Widmung für seinen besten Freund Léon Werth. Erzählt wird die Geschichte von einem Piloten, hinter dem sich der Autor selbst verbirgt.

Eine kurze Zusammenfassung und eine Einführung zum Werk findet ihr hier.

Zusammenfassung des Inhaltes Kapitel für Kapitel

Widmung

Der Geschichte vom kleinen Prinzen vorangestellt ist eine Widmung. Antoine de Saint-Exupéry wimdet das Buch seinem besten Freund Léon Werth, ein Erwachsener, der sich das Herz eines Kindes bewahrt hat und in Frankreich Not leidet. Exupéry spricht dabei seine Leser, in erster Linie die Kinder, direkt an und bittet um Verzeihung, dass er das Buch einem Erwachsenen widmet. Der Autor beschreibt hierbei das Buch ausdrücklich als ein Kinderbuch. Um seine Leser nicht zu verärgern, ändert Exupéry die Widmung und widmet das Buch dem Kind, das sein Freund einmal gewesen war.

1. Kapitel: Warum der Pilot Pilot wurde und kein Maler

Der Ich-Erzähler berichtet von seiner Kindheit, als er im Alter von sechs Jahren, durch ein Buch über den Urwald angeregt, mit dem Zeichnen begann. Die Reaktionen der Erwachsenen auf seine Zeichenkunst waren für ihn so ernüchternd, dass er bereits nach zwei Zeichnungen ganz entmutigt mit dem Zeichnen wieder aufhörte.

Der kleine Prinz – Zeichnung von einer geschlossenen Schlange
Zeichnung von einer geschlossenen Schlange

Sein Bild von einer Schlange, die einen Elefanten verdaut, halten die »großen Leute« nämlich für einen Hut. Die Erwachsenen raten ihm sogar, er solle sich mehr mit Mathematik, Geographie und anderen Schulfächern beschäftigen. So wurde er nicht Maler, sondern Pilot. Nun selbst ein Erwachsener fühlt er sich unter anderen Erwachsenen sehr einsam, denn das Kind in ihm ist immer noch gegenwärtig. Und er wünscht sich, dass man auch dieses Kind in ihm schätzt. Er will wahre Freunde finden. In dieser Hoffnung zeigt er hin und wieder seine Zeichnung von der geschlossenen Schlange neuen Bekanntschaften. Doch alle neuen Bekannten entdecken nur immer wieder einen Hut. So unterhält sich der Pilot mit diesen Menschen weniger über die Phantasie als über die Dinge, die sie verstehen. Er nahm ihren Standpunkt ein.

2. Kapitel: Begegnung mit dem kleinen Prinzen

Eines Tages muss der Pilot in der Sahara, einer Wüste in Afrika, notlanden. Seine Situation ist gefährlich, denn er ist allein und besitzt Trinkwasser für gerade einmal acht Tage. Nach seiner ersten Nacht allein in der Wüste weckt den Piloten im Morgengrauen eine unbekannte Stimme. Es ist der kleine Prinz, der ihn bittet, ihm doch ein Schaf zu zeichnen. Ganz verwirrt über diese Begegnung zeichnet der Pilot ihm jedoch zunächst eine geschlossene Schlange. Der kleine Prinz erkennt, dass es sich um eine Schlange mit einem Elefanten im Bauch handelt, besteht jedoch auf einer Zeichnung von einem Schaf. Der Pilot fertigt ihm also gleich drei Zeichnungen eines Schafes an, doch an jeder Zeichnung hat der kleine Prinz etwas auszusetzen. Mal ist es krank, mal ein Widder, mal zu alt. Ein wenig verärgert zeichnet der Pilot daher eine Kiste, in der sich das Schaf befinden soll. Diese Zeichnung macht den kleinen Prinzen – ganz  unerwartet – sehr zufrieden.

Der kleine Prinz – Zeichnung vom Schaf in der Kiste
Zeichnung vom Schaf in der Kiste

3. Kapitel: Über die Herkunft des kleinen Prinzen

Während der Pilot sein Flugzeug repariert, stellt der kleine Prinz fest, dass sie beide vom Himmel gefallen, also abgestürzt seien. Als der kleine Prinz ihn fragt, von welchem Planeten er sei, bemerkt der Pilot, dass sein neuer Gefährte von einem fremden Planeten zu stammen scheint. Das erweckt seine Neugier. Als das Gespräch wieder auf das Schaf in der Kiste gelangt, bietet der Pilot dem kleinen Prinzen an, ihm noch einen Strick und einen Pflock zum Anbinden des Schafes zu zeichnen. Doch dieser Vorschlag missfällt dem kleinen Prinzen gänzlich. Sein Planet ist nämlich so klein, dass es gar keinen Zweck hat fortzulaufen, weil das Schaf nicht sehr weit kommen würde.

Der kleine Prinz auf seinem Planeten
Der kleine Prinz auf seinem Planeten

4. Kapitel: Über die Entdeckung des Asteroiden B 612

Weil der Planet des kleinen Prinzen kaum größer als ein Haus ist, glaubt der Pilot, dass es sich hierbei um den Asteroiden B 612 handelt. Diesen hatte im Jahre 1909 ein türkischer Astronom mit einem Fernrohr entdeckt, davon erzählt dieses Kapitel. Als dieser Astronom auf einem Wissenschaftskongress einen Vortrag über seine Entdeckung machte, schenkte ihm aber niemand Glauben, allein wegen Äußerlichkeiten, weil er eine türkische Tracht trug und er sich daher von den anderen deutlich unterschied. Als er seinen Vortrag einige Jahre später im Jahre 1920 erneut wiederholte, trug er einen Anzug. Erst jetzt wurde ihm Glauben geschenkt.

Der kleine Prinz – Der türkische Astronom in seiner Tracht
Der türkische Astronom in seiner Tracht berichtet über die Entdeckung des Asterioden B 612.

Die Geschichte von der Entdeckung des Asteroiden nimmt der Erzähler zum Anlass, um über seine eigenen Erfahrungen mit den Erwachsenen zu berichten. Denn den Erwachsenen sind offenbar ganz andere Dinge wichtig als für die Kinder. Jedes Kind hat das schon festgestellt. Die Erwachsenen interessieren sich mehr für »alberne Zahlen« und andere Äußerlichkeiten als für die Fragen, die im Leben wirklich wichtig sind. Der Pilot bitte aber die Kinder, dies den Erwachsenen nicht zu verübeln. Dennoch bedauert er, dass es mit den großen Leute oft sehr schwierig ist. Denn gern hätte er seine Geschichte ganz einfach ohne Erklärungen wie in einem Märchen erzählt. Die Geschichte erzählt uns der Pilot, um seinen Freund, den kleinen Prinzen, nicht zu vergessen. Sechs Jahre sind es nun schon her, als er sich von seinem Freund verabschieden musste. Auch Zeichnungen will er seiner Geschichte trotz seiner kümmerlichen Fähigkeiten hinzufügen und bittet um Nachsicht, wenn die Proportionen, Farben und Details nicht immer so gelungen sind.

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