Der kleine Prinz – Inhaltsangabe Kapitel für Kapitel

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5. Kapitel: Über die Welt des kleinen Prinzen

Nach und nach erfährt der Pilot mehr über den kleinen Prinzen, denn dieser interessiert sich am dritten Tag dafür, ob Schafe Sträucher fressen. Er hofft nämlich, dass sie auch Affenbrotbäume fressen. Weil Affenbrotbäume aber riesige Bäume sind, glaubt der Pilot nicht, dass den Schafen diese aufzufressen gelingen könnte. (Affenbrotbäume kommen auch in Afrika vor. Sie wachsen zwar nicht sehr hoch, doch ihr Stamm kann bis zu zehn Meter im Durchmesser dick werden.)

Doch der kleine Prinz redet gar nicht von einem ausgewachsenen Affenbrotbaum. Jeder Baum wächst nämlich zunächst aus einem Samen und bildet nur ganz zarte Sprösslinge hervor. Dabei ist zwischen nützlichen Pflanzen und schädlichen Pflanzen zu unterscheiden, deren junge Sprösslinge zunächst kaum voneinander zu unterscheiden sind. Auch Blumen wachsen auf seinem Planeten. Sobald der kleine Prinz den Sprössling eines Affenbrotbaumes erkennt, gräbt er ihn aus. So wendet der kleine Prinz viel Zeit für die Pflege seines Planeten auf. Würden die Sprösslinge der Affenbrotbäume ungehindert wachsen, wären sie eine Gefahr für den Planeten, der von ihnen gesprengt werden könnte.

Weil die Gefahr, die von Affenbrotbäumen ausgeht, so gewaltig auf einen kleinen Planeten sein kann, fügt der Erzähler ausdrücklich eine Warnung vor ihnen an die Kinder hinzu, ebenso wie eine Zeichnung von einem Planeten, der von drei riesigen Affenbrotbäumen ganz eingenommen wurde.

Affenbrotbäume können den Planeten des kleinen Prinzen zerstören
Affenbrotbäume können den Planeten des kleinen Prinzen zerstören.

6. Kapitel: Eine Leidenschaft für Sonnenuntergänge

Am vierten Tag erfährt der Pilot von der Liebe des kleinen Prinzen für Sonnenuntergänge. Weil der Planet des kleinen Prinzen nämlich so klein ist, ist es für ihn ganz einfach, viele Sonnenuntergänge an einem Tag zu erleben. Der kleine Prinz muss dazu nur seinen Stuhl einige Schritte weiterrücken, um den Sonnenuntergang erneut zu erleben. Eines Tages soll der kleine Prinz auf diese Weise gleich 44 Sonnenuntergänge nacheinander beobachtet haben. Auf der Erde wäre dies nicht möglich, erklärt der Pilot. Man müsste hierzu in nur einer Minute um die halbe Welt von Amerika nach Frankreich reisen können.

Der kleine Prinz beobachtet einen Sonnenuntergang
Der kleine Prinz beobachtet einen Sonnenuntergang.

7. Kapitel: Über den Sinn von Dornen

Während der Pilot am fünften Tag angestrengt mit der Reparatur seines Flugzeuges beschäftigt ist und einen widerspenstigen Bolzen loszuschrauben versucht, interessiert sich der kleine Prinz für den Sinn von Dornen. Er möchte auch wissen, ob das Schaf Sträucher mit Dornen frisst, denn es könnte eine große Gefahr für seine Blume darstellen. Weil der Pilot sich ganz auf den Bolzen konzentriert, sagt er nur, dass Blumen ihre Dornen aus reiner Bosheit wachsen ließen. Der kleine Prinz erschrickt und gerät in große Verärgerung. Er widerspricht und meint, dass sie sich mit den Dornen schützen wollen. Der Pilot lenkt ein und erklärt, er hätte gerade Wichtigeres zu tun. Das bringt den kleinen Prinzen in noch größere Verärgerung, denn für ihn gibt es nichts Wichtigeres als die Frage, wie seine Blume vor den Gefahren der Welt geschützt werden kann. So vergleicht er den Piloten mit den großen Leuten, was diesen sehr beschämt. Für den kleinen Prinzen ist seine Blume einzigartig in der Welt und wenn das Schaf diese Blume frisst, ist es für ihn, »als wären plötzlich alle Sterne ausgelöscht«. Da es spät geworden ist, legt der Pilot seine Werkzeuge nieder und tröstet seinen tieftraurigen Gefährten, indem er ihn in die Arme nimmt. Er verspricht ihm, für das Schaf noch einen Maulkorb zu zeichnen.

8. Kapitel: Der kleine Prinz und seine Blume

Am nächsten Tag lernt der Pilot die Blume des kleinen Prinzen kennen. Dieser weiß nicht, woher ihr Samen gekommen ist, doch eines Tages schlug sie Wurzeln und entwickelte einen Sprössling, der ihm ganz unbekannt vorkam. Misstrauisch beobachtete der kleine Prinz seine Entwicklung, denn es könnte ja auch eine andere Art von Affenbrotbaum sein. Doch der Strauch hörte schon bald zu wachsen auf und trieb eine Knospe für eine Blüte hervor. In der grünen Knospe ließ sich die Blume viel Zeit, um ihre ganze Schönheit zu entwickeln. Eines Tages, bei Sonnenaufgang, trieb die Blüte aus und betörte den kleinen Prinzen mit ihrer Schönheit und ihrem Duft.

Die Blume (eine Rose) war sich ihrer Schönheit bewusst und drangsalierte den kleinen Prinzen mit ihrer Eitelkeit und gespielten Empfindsamkeit. Er sorgte sich rührend um sie, goss sie, stellte einen Wandschirm zum Schutz vor dem Wind auf und stellte sie in der Nacht unter eine Glasglocke zum Schutz vor der Kälte, doch nichts schien sie zufrieden zu machen. Eines Tages erwischte er seine Blume bei einer dreisten Lüge. Sie behauptete, von einem anderen Ort herzukommen, obwohl sie auf seinem Planeten aufgewachsen war. Ihre Beschämung, beim Lügen ertappt worden zu sein, übertönte sie mit gespieltem Hüsteln, was den kleinen Prinzen noch mehr in Verwirrung und Zweifel stürzte. Diese Zweifel brachten ihn dazu, vor ihr zu fliehen. In Rückschau gibt er dem Piloten nun zu, dass er das damals nicht hat verstehen können. »Man darf den Blumen nicht zuhören, man muss sie anschauen und einatmen.«

Der kleine Prinz stellt einen Wandschirm für seine Rose auf
Der kleine Prinz stellt einen Wandschirm für seine Rose auf.
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