Der kleine Prinz – Inhaltsangabe Kapitel für Kapitel

153120
9
Durchschnittliche Bewertung: 4.4. Bei 179 Stimmen.
Bitte warten ...
Teilen

9. Kapitel: Die Flucht des kleinen Prinzen

Der Pilot glaubt, dass der kleine Prinz mit einem Zug wilder Vögel geflohen ist. Zuvor hatte er noch seinen Planeten in Ordnung gebracht. Auf diesen befinden sich auch drei Vulkan, von denen zwei aktiv und einer erloschen ist. Der kleine Prinz reinigte sie regelmäßig, wodurch sie sanft brennen und niemals ausbrechen. Auch den erloschenen Vulkan reinigte er, weil man nie wissen kann, ob er nicht eines Tages wieder aktiv wird.

Der kleine Prinz bringt seinen Planeten in Ordnung
Der kleine Prinz bringt seinen Planeten in Ordnung.

Als er sich von seiner Rose verabschiedete und sie unter eine Glasglocke stellen wollte, gab sie unerwartet zu, dass sie dumm gewesen sei. Doch sie wusste, es war zu spät für Entschuldigungen. Sie gestand dem kleinen Prinzen ihre Liebe und sie gestand ihre Schuld. Die Glasglocke, einst aus reiner Eitelkeit von ihr gefordert, lehnte sie nun ab und verwies auf ihre vier Dornen, mit denen sie sich vor lauernden Gefahren zu schützen glaubt. Um den Abschied zu verkürzt, bat sie ihn zu gehen. Und der kleine Prinz ging.

10. Kapitel: Der König

Mit dem zehnten Kapitel beginnt die Erzählung von der Reise des kleinen Prinzen, die ihn zunächst auf sechs Planeten führt, auf denen er die »großen Leute« kennenlernt.

Der kleine Prinz – Der Planet des Königs
Für den König sind alle Untertanen, von denen er absoluten Gehorsam verlangt.

Zuerst kam er auf den Asteroiden 325, auf dem ein König als absoluter Monarch regiert, der den kleinen Prinzen als einen Untertanen willkommenhieß. Für den König sind alle Menschen Untertanen. Sogar die Sterne macht er sich zu Untertanen. Seine Autorität steht über allen Dingen, sie ist scheinbar universell. Er erwartet von seinen Untertanen unbedingten Gehorsam. Ob ein Gähnen, ob der Wunsch, sich zu setzen, ob die Neugier, eine Frage zu stellen, in allem war der kleine Prinz von den Befehlen des Königs abhängig. Das machte ihn unfrei. Die Herrscher-Gewalt, die Autorität des Königs gründet sich aber auf dessen vernunftbegabte Befehle. Denn wenn er sinnlose, unerfüllbare Befehle erteilen würde, wie beispielsweise der Befehl an einen General, sich in einen Seevogel zu verwandeln, wäre es nicht die Schuld des Generals, wenn er den Befehl nicht ausführen könne, sondern die Schuld des Königs. Als Herrscher nimmt er sich das Recht, Gehorsam zu fordern, weil seine Befehle vernünftig sind.

Die Bitte des kleinen Prinzen nach einem Sonnenuntergang möchte der König gewähren. Weil es aber noch früh am Tage ist, will er warten, »bis die Bedingungen hierfür günstig sind.« Das ist schlau, aber ziemlich absurd und durchschaubar. Als der kleine Prinz nicht mehr weiß, was er auf diesem Planeten mit sich anfangen soll, hegte er den Wunsch abzureisen. Der König wünschte aber, dass er bleibt, und wollte ihn deshalb zum Minister für Gerechtigkeit ernennen. Für den kleinen Prinzen aber bliebe nichts anderes, als über sich selbst zu richten. Doch über sich selbst richten, das kann man auch an jedem beliebigen Ort. So verließ der kleine Prinz die seltsame Welt des Königs.

11. Kapitel: Der Eitle

Auf dem Asteroiden 326 begegnete der kleine Prinz einem eitlen, gefallsüchtigen Menschen. Er trug einen Hut, den er zum Gruß zog, wenn man ihm Beifall spendete. Den kleinen Prinzen hieß er als einen Bewunderer willkommen. Das Klatschen des kleinen Prinzen ließ er sich gefallen und forderte immer mehr davon. Kritische Fragen seines Besuchers überhörte er lieber, weil die Eitlen immer nur die Lobreden hören möchten. So verließ der kleine Prinz diesen Planenten und zuckte nur mit den Schultern.

Der kleine Prinz – Der Eitle auf seinem Planeten
Der Eitle braucht die anderen als Bewunderer.

12. Kapitel: Der Säufer

Auf dem Asteroiden 327 lebte ein Säufer. Der Säufer soff, weil er vergessen möchte. Er wollte vergessen, dass er sich schämt. Und er schämte sich, weil er soff. So steckt er in einem Kreislauf aus Trunksucht, Scham und Verzweiflung und wollte doch nicht daraus ausbrechen, was den kleinen Prinzen tief bestürzte. Er verließ den Planeten umgehend.

Der kleine Prinz – Der Säufer
Der Säufer trinkt, um zu vergessen, dass er sich schämt, weil er trinkt.

13. Kapitel: Der Geschäftsmann

Auf dem Asteroiden 328 fand der kleinen Prinz einen Geschäftsmann, der unentwegt zahlen addierte und nicht einmal den Kopf hob, als er eintraf. Der Geschäftsmann zählte seinen Besitz. Und er besaß seiner Ansicht nach die Sterne, die für ihn wie Geld und Gold sind. 501.622.731 Sterne nannte er sein Eigentum. Er wäre der erste Mensch gewesen, der daran dachte, die Sterne zu besitzen. So wären sie sein.

Der kleine Prinz – Der Geschäftsmann
Der Geschäftsmann behauptet, dass er die Sterne besitzt.

Der kleine Prinz war für den Geschäftsmann nur ein Störenfried, der ihn mit seinen lästigen Fragen von seinen angeblich sehr wichtigen Dingen abhielt. Er wäre ein ernsthafter Mann und hätte keine Zeit für Träumereien, meinte der Geschäftsmann. Die Frage, was er mit diesem Besitz anfangen kann, wieß er zurück. Für ihn wären die Sterne Besitz, so unerreichbar sie für ihn auch sein mögen. Dieser Besitz machte für den kleinen Prinzen jedoch gar keinen Sinn, auch weil die Sterne nichts von ihrem Besitzer haben. Das war bei ihm, bei seinen Vulkanen und seiner Rose, die er besitzt, ganz anders. Denn sie hatten einen Nutzen davon, dass er sie besitzt. So verließ der kleine Prinz auch diesen Planeten, ohne einen Freund gefunden zu haben.

1
2
3
4
5
6
Teilen

9 Kommentare

Schreib' einen Kommentar!