Der kleine Prinz – Inhaltsangabe Kapitel für Kapitel

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14. Kapitel: Der Laternenanzünder

Der kleine Prinz – Der Laternenanzünder
Der Laternenanzünder folgt treu seinen Anweisungen, doch einem Ausweg, den der kleine Prinz bietet, folgt er nicht.

Auf dem fünften Planet, dem Asteroiden 329, fand der kleine Prinz einen Laternenanzünder vor. Er wunderte sich, weil er nicht verstand, wozu man auf einem Planeten ohne Haus und Bewohner eine Laterne und einen Laternenanzünder benötigt. Doch anders als auf den Planeten zuvor erschien dem kleinen Prinzen das Tun des Laternenanzünders nicht lächerlich und auch nicht sinnlos. Ganz im Gegenteil: Die Tätigkeit des Laternenanzünders erschien ihm sehr nützlich. Der Anzünder folgte treu seiner Anweisung und zünderte die Laterne bei Sonnenuntergang an und löscht die Lampe bei Sonnenaufgang. Doch gibt es da einen Haken: Während seine Anweisung immer die gleiche geblieben war, drehte sich sein Planet immer schnell. Nunmehr benötigte der Planet für eine Umdrehung nur noch eine Minute. Der Laternenanzünder war somit unentwegt mit dem Anzünden und dem Löschen der Laterne beschäftigt und hatte keine Zeit mehr, um sich auszuruhen. Während er mit dem kleinen Prinzen sprach, vergingen gleich 30 Minuten, was hier 30 Tagen gleichkommt, an denen der Anzünder seine Anweisung vernachnässigte. Für dieses Problem bot ihm der kleine Prinz einen Ausweg: Wenn der Anzünder langsam genug ginge, könnte er immer in der Sonne bleiben. So müsste er die Lampe weder anzünden, noch löschen. Weil der Anzünder dies aber ablehnte, war auch dies ein aussichtsloser Fall, was der kleine Prinz sehr bedauerte. Der kleine Prinz konnte sich ganz gut vorstellen, in dem Laternenanzünder einen Freund zu finden. Er verließ den Planeten mit einem Gefühl von Wehmut, weil es auf diesem Planeten 1440 Sonnenuntergänge gab.

15. Kapitel: Der Geograph

Der sechste Planet war der Asteroid 330, der zehn Mal größer ist als der Planet zuvor. Ihn bewohnte ein alter Gelehrter, der Geographie-Bücher schrieb. Der Geograph hielt den kleinen Prinzen für einen Entdecker. Für den kleinen Prinzen war Geograph endlich ein richtiger Beruf. Der Geograph selbst verließ aber seinen Schreibtisch nie. Sein Wissen bezog der Geograph von den Entdeckern, die ihm Auskunft über Städte, Flüsse, Berge, Meere und Wüsten gaben und dies zu beweisen hatten. Der Geograph sammelte dieses Wissen, karthographierte und prüfte seine Glaubwürdigkeit, indem er die Moral der Entdecker untersuchen ließ.

Der Geograph erklärt dem kleinen Prinzen, was Vergänglichkeit bedeutet.
Der Geograph erklärt dem kleinen Prinzen, was Vergänglichkeit bedeutet.

So befragte der Geograph auch den kleinen Prinzen, der über seinen Planeten berichtete. Als aber der kleine Prinz von seinen aktiven und erloschenen Vulkanen und von seiner Rose erzählte, interessierte dies den Geographen nicht, weil dies vergängliche Dinge wären. Er notierte in seinen Büchern nur »die ewigen Dinge«. Der Geograph erklärte dem kleinen Prinzen, dass »vergänglich« »vom Verschwinden bedroht« bedeutet. Auch seine Blume wäre vergänglich. Da ergriff den kleinen Prinzen zum ersten Mal ein Gefühl von Reue, weil er seinen Planeten und seine Rose verlassen hatte. Der Geograph riet ihm schließlich, die Erde zu besuchen, weil sie einen guten Ruf hätte.

16. Kapitel: Über die Erde

Der siebente Planet, den der kleine Prinz besuchte, war die Erde. Um seinen Lesern einen Ausblick über die Größe der Erde zu geben, die unvergleichlich größer ist, als alle anderen zuvor vom kleinen Prinzen besuchten Planeten, gibt der Pilot als Erzähler nun eine Reihe von Zahlen zum Vergleich. Auf der Erde gäbe es Tausende Geographen, Hunderttausende Geschäftsleute, Millionen von Säufern und Eitlen und über 2 Milliarden erwachsene Menschen. (Heute sind es noch viel mehr!)

Auch Laternenanzünder gäbe es Tausende, die über die ganze Erde verteilt, jeden Tag ihrer Arbeit nachgehen. Von oben betrachtet, vergleicht der Erzähler die Abfolge der von Land zu Land nacheinander angezündeten Laternen mit einem Ballett. Nur die Laternenanzünder auf Nord- und Südpol haben ein Leben voller Müßiggang, weil sie nur zwei Mal im Jahr arbeiten müssen.

17. Kapitel: Begegnung mit der Schlange

Der kleine Prinz landete auf der Erde ausgerechnet an einem der unbewohntesten Orte: in der Sahara, einer Wüste in Afrika. Hier begegnete er zunächst der Schlange. Ihr verriet er, dass ihn die Probleme mit seiner Blume hierher geführt hätten und dass er die Menschen suchen würde. Die Schlange hielt er für ein lustiges Tier, weil sie so dünn war wie ein Finger. Die Schlange aber berichtete von der Macht ihres Giftes. Sie sprach zwar in Rätseln, doch der kleine Prinz verstand sie sehr gut.

Bei seiner Ankunft auf der Erde begegnet dem kleinen Prinzen zunächst die Schlange
Bei seiner Ankunft auf der Erde begegnet dem kleinen Prinzen zunächst die Schlange.

18. Kapitel: Die Blume in der Wüste

Während der kleine Prinz die Wüste auf der Suche nach den Menschen durchquerte, traf er auf eine Blume mit kargen Blütenschmuck. Sie hatte nur drei Blütenblätter. Über die Menschen wusste sie ihm kaum Auskunft zu geben, da ihr bisher nur wenige Menschen begegnet waren. Sie glaubte aber, dass der Wind sie verwehen würde und man daher nie genau wissen kann, wo sie zu finden wären. Weil die Menschen keine Wurzeln besitzen.

Die karge Blume in der Wüste meint, dass die Menschen keine Wurzeln haben und der Wind sie verweht.
Die karge Blume in der Wüste meint, dass die Menschen keine Wurzeln haben und der Wind sie verweht.
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