Der kleine Prinz – Inhaltsangabe Kapitel für Kapitel

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19. Kapitel: Das Echo in den Bergen

Der kleine Prinz stieg also auf den Gipfel eines hohen Berges und war fest überzeugt, von dort aus Menschen entdecken zu können. Doch alles, was er sah, waren die Gipfel anderer Berge. Er rief nach den Menschen, doch ihm antwortete nur sein Echo. Der kleine Prinz aber glaubte, dass das Echo von den Menschen käme, die nur wiederholen würden, was er gerufen hatte.

20. Kapitel: Im Rosengarten

Auf seiner Wanderung durch Sand, Gebirge und Schnee entdeckte der kleine Prinz schließlich einer Straße. Er folgte ihr, weil die Straßen immer zu den Menschen führen. So kam er in einen Garten, der voller Rosen war. Sie glichen seiner Rose und er musste erkennen, dass sie nicht einzigartig war. Das erfüllte ihn mit tiefer Trauer, denn ihm hatte sie gesagt, sie wäre einzig in ihrer Art. Er warf sich ins Gras und weinte bitterlich, weil er sich erneut belogen fühlte.

Im Rosengarten entdeckt der kleine Prinz, dass seine Rose nicht einzigartig ist in der Welt.
Im Rosengarten entdeckt der kleine Prinz, dass seine Rose nicht einzigartig ist in der Welt.

21. Kapitel: Freundschaft mit dem Fuchs

Die Begegnung mit dem Fuchs gehört zu den wichtigsten Abschnitten des Buches. Der Fuchs erschien, als der kleine Prinz voller Trauer im Gras lag. Um sich aufzumuntern, wünschte der kleine Prinz, mit dem Fuchs zu spielen. Doch der Fuchs war noch nicht gezähmt und lehnte ab. Weil der kleine Prinz nicht wusste, was das Wort ›zähmen‹ bedeutet, erklärte ihm dies der Fuchs: Es hieße ›sich vertraut machen‹. Für den kleinen Prinzen wäre er ein Unbekannter, er wäre ein Fuchs unter Tausenden, doch wenn er sich den Fuchs zum Freund machte, würde der Fuchs einzigartig für ihn werden. Das ›Zähmen‹, das ›Sichvertrautmachen‹, Freundschaft schließen ist ein Weg aus der Vereinzelung und Vereinsamung.

Der kleine Prinz schließt Freundschaft mit dem Fuchs und der Fuchs macht ihm die Quintessenz seines Lebens zum Geschenk.
Der kleine Prinz schließt Freundschaft mit dem Fuchs und der Fuchs macht ihm die Quintessenz seines Lebens zum Geschenk.

Auch der Fuchs fühlte sich einsam. Er wünschte sich, vom kleinen Prinzen gezähmt zu werden. So zähmte der kleine Prinz den Fuchs nach dessen Anleitung: Jeden Tag setzte er sich ein Stückchen näher an den Fuchs heran, dass sie immer vertrauter miteinander wurden. Als der Abschied nahte, schickte ihn der Fuchs nochmals in den Rosengarten zurück. Der kleine Prinz, der geglaubt hatte, seine Rose wäre nur eine unter Tausenden, verstand nun, dass sie einzigartig in der Welt ist, weil er sich mit ihr vertraut gemacht hatte.

Zum Abschied machte der Fuchs dem kleinen Prinzen ein Geschenk. Er schenkte ihm die Quintessenz seiner Lebenserfahrungen, die ganz einfach ist: »Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.« Die Zeit, die der kleine Prinz mit seiner Blume verbracht hatte, macht seine Rose so wichtig für ihn, erklärte der Fuchs. Für all das, womit man sich vertraut gemacht hatte, wäre man verantwortlich. Und der kleine Prinz verstand, dass er für seine Rose Verantwortung tragen muss und sie nicht vergessen durfte.

22. Kapitel: Der Weichensteller

Der kleine Prinz traf nach auf seiner Reise nun auf einen Weichensteller. Er hatte die Aufgabe, die Züge mitsamt den Reisenden darin in verschiedene Richtungen zu verteilen. Schnellzüge kamen und fuhren mal rechts, mal links vorbei. Wohin sie reisten, wusste der Weichensteller nicht. Auch der Lokomotiv-Führer solle dies nicht wissen, behauptete er. Die Menschen wären ohne Ruhe, wo sie sich befänden, sie wären unzufrieden, und oft wissen sie nicht, wohin sie gehören würden.

23. Kapitel: Der Händler

Schließlich begegnete der kleine Prinz einem Händler. Der Händler verkaufte Pillen, die den Durst stillen sollen. Er erklärte dem kleinen Prinzen, dass die Menschen durch die Einnahme dieser Pille – wissenschaftlichen Studien zufolge – 53 Minuten mehr Zeit pro Woche zur Verfügung hätten, weil sie weniger trinken würden. Der kleine Prinz stellte sich vor, dass er in dieser Zeit ganz gemächlich zu einem Brunnen spazieren würde. Damit schließt auch die Nacherzählung von der Reise des kleinen Prinzen auf der Erde und leitet über zu einem existenziellen Wasserproblem.

Wenn der kleine Prinz 53 Minuten mehr Zeit in der Woche hätte, würde er ganz gemütlich zu einem Brunnen laufen.
Wenn der kleine Prinz 53 Minuten mehr Zeit in der Woche hätte, würde er ganz gemütlich zu einem Brunnen laufen.
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