Der kleine Prinz – Inhaltsangabe Kapitel für Kapitel

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24. Kapitel: Die Schönheit der Wüste

Es ist der achte Tag nach der Panne des Piloten angebrochen. Seine Wasservorräte sind aufgebraucht. Er hat Angst zu verdursten. Aber auch den kleinen Prinzen dürstet es. Auch wenn dieses Ansinnen hoffnungslos erscheint, machen sich beide gemeinsam auf die Suche nach einem Brunnen. Als die Nacht anbricht, setzen sie sich erschöpft in den Wüstensand und betrachten die leuchtenden Sterne. Gemeinsam entdecken sie die geheimnisvolle Schönheit der Wüste, in der irgendwo ein Brunnen verborgen ist. Der Pilot erkennt, dass das, was Schönheit der Wüste ausmacht, unsichtbar ist und nicht mit bloßen Augen entdeckt werden kann. Der Pilot nimmt nun den eingeschlafenen kleinen Prinzen auf seinen Arm und setzt die Suche fort. Er ist tief bewegt über die strahlende Wärme, die von seinem zerbrechlichen, schutzbedürftigen Kameraden ausgeht. Bei Tagesanbruch entdecken sie einen Brunnen.

25. Kapitel: Der singende Wüstenbrunnen

Der Brunnen erscheint dem Piloten wie ein Wunder, wie in einem Märchen ist alles bereit, mitten in der Sahara: ein gemauerter Dorfbrunnen mit Seilwinde, Wassereimer und Seil. Gemeinsam haben sie das Wasser des Lebens gefunden. Als der Pilot den Eimer in den Brunnen hinablässt, quietscht die Seilwinde. Für den kleinen Prinzen ist dies der Gesang des Brunnens. Der kleine Prinz sagt feierlich: »Ich habe Durst nach diesem Wasser, gib‘ mir zu trinken…« Der Pilot hält ihn den Eimer an die Lippen. Dieser Wassertrunk ist für den kleinen Prinzen mehr als ein Schluck Wasser. Er hat symbolische Bedeutung. Er trinkt mit geschlossenen Augen, als wäre es ein Fest. Was man im Leben sucht, könnte man in einer einzigen Rose finden, meint der kleine Prinz, oder in einem einzigen Schluck Wasser. »Aber die Augen sind blind. Man muss mit dem Herzen suchen.«

Der kleine Prinz und der Pilot finden in der Wüste das Wasser des Lebens.
Der kleine Prinz und der Pilot finden in der Wüste das Wasser des Lebens.

Nachdem sie sich mit dem Wasser gestärkt hatten, bittet der kleine Prinz den Piloten um sein Versprechen. Er hatte ihm einen Maulkorb für sein Schaf versprochen. Da wird dem Piloten klar, dass die Zeit des Abschied nahe ist. Morgen wäre es ein Jahr her, als der kleine Prinz auf die Erde kam. Der kleine Prinz erinnert den Piloten an sein Flugzeug, das er noch zu reparieren hatte. Voller Wehmut und Beunruhigung geht der Pilot allein zu seinem Flugzeug zurück.

26. Kapitel: Ein Geschenk für den Piloten

Nach geglückter Reparatur kehrt der Pilot am folgenden Tag zum kleinen Prinzen zurück. Er sieht ihn aus der Entfernung auf einer Mauer sitzend, wie er sich mit jemandem unterhält. Es ist eine gelbe Giftschlange, die mit ihrem Biss in nur 30 Sekunden töten kann. Aus den Gesprächsfetzen ahnt der Pilot, dass der kleine Prinz eine Vereinbarung mit der Schlange getroffen hatte. Bei der Ankunft des kleinen Prinzen auf der Erde hatte die Schlange behauptet, sie könne ihn überall hinbringen. So ahnt der Pilot, dass die Schlange ihn auf seinen Planeten zurück bringen soll.

In der Nacht begleitet der Pilot den kleinen Prinz an die Stelle seines Absturzes. Der Pilot hat Angst um seinen Freund. Und der kleine Prinz versucht ihn aufzumuntern, was ihm aber nicht gelingt. An der Absturzstelle setzen sie sich nochmals in den Sand. Der Pilot hat das Lachen des kleinen Prinzen lieben gelernt. Er will seinen Freund nicht ziehen lassen. Doch der kleine Prinz erinnert an seine Rose, für die er verantwortlich wäre. So macht der kleine Prinz seinem Freund sein Lachen und die Sterne zugleich zum Geschenk. Der Blick in die Sterne soll ihn an sein Lachen erinnern, weil er auf irgendeinem dieser Millionen von Sterne sein würde. Es würde sein, als hätte er ihm nicht die Sterne geschenkt, sondern 500 Millionen kleiner lachender Glöckchen, meint der kleine Prinz. Zum Abschied bittet er den Piloten, nicht auf das zu achten, was er sehen würde. Für seine weite Reise zurück würde er seinen Körper zurücklassen. Es wäre nur eine »alte verlassene Hülle«. Der kleine Prinz meint: »Es wird aussehen, als wäre ich tot, doch es wird nicht wahr sein.«

Dann steht der kleine Prinz auf und macht einen Schritt. Ein gelber Blitz zuckt an seinem Knöchel auf. »Er fiel leicht wie ein Blatt. Ohne das leiseste Geräusch fiel er in den Sand.«

Der kleine Prinz lässt seinen Körper auf der Erde zurück und reist zu seiner Rose auf seinen Planeten zurück.
Der kleine Prinz lässt seinen Körper auf der Erde zurück und reist zu seiner Rose auf seinen Planeten.

27. Kapitel: Die lachenden, weinenden Sterne

Sechs Jahre später berichtet der Pilot nun, wie es ihm ergangen war: Er hatte sich getröstet, doch er gibt zu, dass er sehr traurig war. Er liebt es, nachts in den Himmel zu schauen. Ihm ist dann, als würden 500 Millionen Sterne lachen. Doch ganz ungetrübt ist die Stimmung des Piloten nicht. Er gibt zu, bei der Zeichnung des Maulkorbs einen Fehler gemacht zu haben. Er hatte einen Riemen zu zeichnen vergessen. Dies würde es unmöglich machen, dem Schaf den Maulkorb anzulegen. So ist er manchmal voller Zuversicht, denn er glaubt, dass der kleine Prinz gut auf sein Schaf achten würde. Und manchmal ist er in Sorge, weil das Schaf seine Rose gefressen haben könnte. Dann verwandeln sich die Glöckchen am Himmel für ihn in Tränen.

In einem kurzen Nachwort wendet sich der Erzähler dann erneut direkt an seiner Leser. Wenn sie in den Himmel schauen, sollen sie sich selbst die Frage stellen, ob das Schaf die Rose gefressen hat oder nicht. Denn wenn man das tut, verwandelt sich alles.

Für den Piloten ist es die schönste und die traurigste Landschaft der Welt. Hier war der kleine Prinz auf die Erde gefallen.
Für den Piloten ist es die schönste und die traurigste Landschaft der Welt. Hier war der kleine Prinz auf die Erde gefallen.

Dann hinterlässt der Pilot seinen Lesern noch eine Zeichnung von der Stelle der Sahara, an der der kleine Prinz auf die Erde gefallen war. Sollte er hier von jemandem wieder entdeckt werden, soll man ihn unverzüglich darüber informieren, damit er nicht weiter traurig sein muss.

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